Individuell statt pauschal
Die Hitze bringende karibische Sonne treibt den pauschalen und den unpauschalen Touristen ins kühle atlantische Meer. Wieder am Strand winkt All-inclusive dem Kellner nach Bier, mit dem er den salzigen Geschmack von der Zunge spült. Nichts-inclusive gönnt sich derweil einen Schluck agua mineral aus der 1,5 Liter Plastikflasche, deren Inhalt dem Siedepunkt entgegen strebt. Ich-habe-Bändchen-Ich-habe-Liege richtet seine Position nach dem Stand der Sonne aus, während Ein-Handtuch-für-den-Urlaub-reicht-schon beschließt, im Stehen zu trocknen. Alles-frei ist beim dritten Glas, da weiss Sonne-trocknet-mich nicht so richtig, was er denn so vor dem Handtuch stehend mit sich anfangen soll.
So unentschlossen wird er zur leichten Beute des mit seiner Stimme auf Provisionsbasis arbeitenden Anwerbers für das Langosta Restaurante. Und nachdem Das-Handtuch-bleibt-trocken-komme-was-wolle diesem verständlich gemacht hat, dass ihm der Preis von 50 US-Dollar für die nicht mehr allzu frische Languste, die der Anpreiser dem Freund-von-Essen-ohne-Animation vor der Nase hin und her schwenkt, zu hoch erscheint, nähern sich nacheinander die Zuarbeiter von Mundo Langosta und Langosta Fever. Pauschal bleibt unbehelligt.
Individuell besteigt den Bus, bereist das Land.
Den Pauschal-Flieger gen Heimat beherrscht nur ein Gesprächsthema: Langosta Restaurante/Mundo/Fever.